YOGA FÜR BLUTHOCHDRUCKPATIENTEN

 

Yoga senkt den Blutdruck - anhand einer Studie aus Deutschland möchte ich erläutern, wie man die Wirkungen von Yoga (in diesem Fall auf den Blutdruck) wissenschaftlich seriös und im Ergebnis nachhaltig belegen kann.

 

Ausgangssituation der Studie:

sowohl für Yoga als auch für progressive Muskelrelaxation (PMR) ist eine Blutdruck senkende Wirkung nachgewiesen.

Bislang wird als Standardtherapieverfahren in der stationären Rehabilitation von Patienten mit arterieller Hypertonie PMR eingesetzt.

In der Studie wurden in zwei Studienarmen 167 Patienten in der Gruppe "Entspannung I" (PMR) und 173 Patienten in der Gruppe "Entspannung II" (Yoga) nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Für beide Gruppen gab es über

3 Wochen täglich die Möglichkeit 45 Minuten am jeweiligen Entspannungs-verfahren teilzunehmen.

 

Die primären Fragen der Studie lauteten:

Wird Yoga von Bluthochdruckpatienten am Ende der Rehabilitation zu einem höheren Prozentsatz weiter durchgeführt als die PMR?

Ist im Zusammenhang mit einer nachzuweisenden größeren Nachhaltigkeit von Yoga auch die Lebensqualität dieser Gruppe besser als die der PMR-Gruppe?

Sind im Verlauf der 3wöchigen Rehabilitation Unterschiede zwischen Yoga und PMR in Bezug auf physiologische Parameter feststellbar?

Gibt es einen Unterschied im Verbrauch von blutdrucksenkenden Medikamenten zwischen den beiden Gruppen?

 

 

Ergebnisse und Erfahrungen der Yoga-Gruppe

Yoga wirkt für sich allein, ohne eine spezielle Einstellung des Übenden, ohne philosophische Einführung und/oder besonderes Setting. Schlicht die klare Anweisung der Übungen bewirkt Veränderung am Ende jeder Stunde.

Nach 3 Wochen täglichen Übens für 45 Minuten ist eine deutliche Veränderung in Bezug auf einen ruhigen, gleichmäßigen Atem, einen bewusst geführten Bewegungsablauf und eine entspannte Ausrichtung feststellbar.

 

Im Vergleich zur PMR hatte die Yoga-Gruppe eine höhere Zahl an Studienabbrechern zu verzeichnen, die Akzeptanz bzw. Ablehnung von Yoga war eindeutig. Entweder die Teilnehmer waren begeistert von der Methode oder sie mochten sie überhaupt nicht. In PMR gab es weniger Begeisterte, aber auch weniger Abbrecher, was man sich mit den unterschiedlichen Grad an eingeforderter Aktivität erklärt. Yoga fordert im Vergleich zu PMR ein wesentlich höheres Maß an bewusster Bewegung. Die Studie war als Blindstudie konzipiert, das heißt die Teilnehmer wussten nicht, dass sie Yoga praktizierten.

 

Das Übungsprogramm setzt voraus, dass das Programm von vorne herein Risiken für die Zielgruppe ausschließt und dass die Yogalehrerin für die gewählten Asanas mit den möglichen Varianten bestens vertraut ist, um unmittelbar anpassen zu können. Für dieses Programm hieß es alle Asanas auszuschließen, die den Atem unter Druck bringen können, sowie Statik in den Positionen und zu tiefe Vorbeugen zu vermeiden.

 

Seit März 2014 bin ich Mitwirkende an einem erneuten Forschungsprojekt der Universität Essen und der Klinik Roderbirken zur Evaluation der Nachhaltigkeit von Entspannungsverfahren in der stationären Rehabilitation von Patienten mit arterieller Hypertonie.

 

 

Text: "Yoga senkt den Blutdruck - eine Studie, viele Anregungen", 
Artikel Viveka 45, Hefte für Yoga

 

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